Mitteilung der Freiwilligenagentur Wartburgkreis
Ende Mai hatten die achten Klassen der Thüringer Gemeinschaftsschule Stadtlengsfeld Gelegenheit, ins Ehrenamt zu schnuppern.
In neun Einsatzstellen erhielten Schülergruppen spannende Einblicke in ehrenamtliches und gemeinnütziges Engagement und konnten selbst aktiv mit anpacken. Ziel war, vielfältige und nachhaltige Eindrücke zum Thema Ehrenamt bei den Jugendlichen zu schaffen.
Ehrenamt macht Spaß und verbindet
Bei schönstem Wetter waren die beiden Schulklassen in und um Stadtlengsfeld verteilt eingesetzt.
In einer theoretischen Vorbereitungsstunde hatte die Freiwilligenagentur Wartburgkreis im Vorfeld mit den Jugendlichen das Thema Ehrenamt beleuchtet. Nun fand dazu der Praxistag statt.
Im Kindergarten Schlosszwerge in Gehaus sowie im Biosphären-Kindergarten in Urnshausen sorgten drei Jungen bei den Kindern für willkommene Abwechslung. Neben Spiel und Spaß stand in Urnshausen zudem die Vorbereitungen für das bevorstehende Sommerfest an.
Ebenso tatkräftig ging es im Tierheim Springen zu. Dort befreiten die Schülerinnen und Schüler die Einfahrt von Unkraut und unterstützten bei der Instandsetzung der Zufahrt. Als kuschliges Dankeschön gab es im Nachgang die Möglichkeit, die kleinen Katzen zu streicheln.
Im Seniorenpark Dorndorf organisierten die Jugendlichen gemeinsam mit den Mitarbeitenden ein Senioren-Sportfest mit verschiedenen Stationen.
Dabei kamen sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch und erlebten generationsübergreifende Begegnungen, die auf beiden Seiten für Freude sorgten.
Im Museum Dorndorf konnten Schülerinnen und Geschichte hautnah erleben. Sie entdeckten historische Gegenstände neu, begleiteten den Besuch von Erst- und Zweitklässlern und erfuhren gemeinsam Interessantes über die Entwicklung ihres Heimatortes.
Praktische Naturschutz- und Vereinsarbeit stand beim Angelverein Dietlas auf dem Programm. Die Jugendlichen halfen dabei, die Vereinsanlage in Ordnung zu bringen.
Anschließend durften sie kleine Fische angeln und diese in einen anderen Teich umsetzen – ein Erlebnis, das bei vielen lange in Erinnerung bleiben wird.
Beim benachbarten Jugendverein waren ebenfalls Arbeitseinsätze gefragt. Nach getaner Arbeit konnten die Schüler die vereinseigene Kegelbahn ausprobieren und hatten dabei sichtlich Spaß.
Musikalisch wurde es beim Posaunenchor Stadtlengsfeld. Beim Begrüßungsständchen, welches vier Ehrenamtliche vortrugen, durfte in einer Liedpassage zum Takt mitgestampft werden.
Nach einer Einführung in den Aufbau der Instrumente und die Vereinsarbeit konnten die Jugendlichen selbst ausprobieren, ob sie den verschiedenen Blasinstrumenten Töne entlocken konnten.
Die Stützpunktfeuerwehr Stadtlengsfeld vermittelte den Schülerinnen und Schülern weit mehr als den Umgang mit Schläuchen und Löschfahrzeugen. Das Feuerwehr-Team stellte ihre vielfältigen Aufgaben vor und verdeutlichten die wichtige Rolle der Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung.
Auswertung und Austausch in der Schule
Am Folgetag fand die Auswertungsveranstaltung in der Schule statt. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre Erfahrungen vorzustellen, Erlebnisse auszutauschen und das Gelernte zu reflektieren.
Die Berichte zeigten, wie vielfältig ehrenamtliches Engagement sein kann und welche Bedeutung es für das gesellschaftliche Miteinander besitzt.
Der Einladung zur Veranstaltung folgten der Bürgermeister der Krayenberggemeinde, Peter Neumann, der Bürgermeister der Gemeinde Dermbach, Thomas Hugk, sowie der Ortsteilbürgermeister von Stadtlengsfeld, Andreas Kuropka.
Trotz Prüfungsstress nahm sich Schulleiter Udo Schlotzhauer Zeit, die Veranstaltung zu eröffnen.
Ebenso nahmen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Einsatzstellen teil, darunter Manuela Dietzel, Hausleiterin des Seniorenparks Palais Dorndorf, Ortsteilbürgermeisterin Heidi Richter vom Museumsverein Dorndorf sowie Wehrführer Torsten Leimbach mit seinem Team der Freiwilligen Feuerwehr Stadtlengsfeld.
Ehrenamt erlebbar machen
„Durch den Schülerfreiwilligentag kommen junge Menschen frühzeitig mit ehrenamtlichem Engagement in Berührung. Sie lernen dank der praktischen Erfahrungen nicht nur unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennen, sondern erleben auch, wie wertvoll ihr eigener Einsatz für die Gemeinschaft sein kann“, sind sich die beiden Klassenlehrerinnen Celia Reum und Sybille Müller einig.
„Wir danken allen Einsatzstellen, denn nur durch ihr Engagement war die Umsetzung des Schülerfreiwilligentags möglich.“
Katrin Knüpfer von der Freiwilligenagentur Wartburgkreis ergänzt: „Der Schülerfreiwilligentag ist für alle Beteiligten ein Gewinn und ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Ehrenamts in der Region. Im besten Fall ist bei dem einen oder anderen Jugendlichen jetzt der Funke übergesprungen, sich auch künftig in einem Verein, einer Organisation oder einer sozialen Einrichtung zu engagieren.“







